Auslands­schuldienst


Perspektiven wechseln und neue Erfahrungen sammeln: Die schulische Arbeit an deutschen Auslandsschulen bietet vielfältige Möglichkeiten und eine attraktive Gelegenheit, um sich als MINT-Lehrkraft weiterentwickeln zu können. Durch das Leben in einem anderen kulturellen Kontext erhält die Lehrtätigkeit einen weiteren bereichernden Aspekt.

Im Folgenden können Sie ein Interview aus der Praxis ansehen:

Tätigkeitsfeld

Über die Bundesrepublik Deutschland werden derzeit weltweit zirka 140 deutsche Auslandsschulen gefördert, mit dem Ziel, ein deutsches Abitur zu erwerben. Der Auslandsschuldienst wird von Bund und Ländern gemeinsam gestaltet und ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Neben dem Fach Deutsch werden insbesondere auch Lehrkräfte im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften gesucht.

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Tätigkeiten

Lehrkräfte im Auslandsschuldienst können unterschiedliche Funktionen haben. Aufgrund dessen können die Tätigkeiten während des Einsatzes sehr stark variieren.

Als Lehrkraft haben Sie grundsätzlich die Möglichkeit als Auslandsdienstlehrkraft (ADLK), Bundesprogrammlehrkraft (BPLK), als Landesprogrammlehrkraft (LPLK) sowie als Ortslehrkraft (OLK) an einer deutschen Schule im Ausland für bis zu drei Jahre tätig zu sein. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Leitung einer deutschen Schule zu übernehmen.

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Anforderungen

Eine Bewerbung ist grundsätzlich immer möglich. Für die Vermittlung von Lehrkräften (mit Ausnahme von Ortslehrkräften) im Ausland ist die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) zuständig. Besonders gute Chancen haben Gymnasiallehrer*innen, da diese auch Abiturprüfungen durchführen dürften.

Für die vier verschiedenen Möglichkeiten der Entsendung in den Auslandsschuldienst gibt es unterschiedliche Auswahl- und Bewerbungsverfahren:

  • Als Auslandsdienstlehrkraft (ADLK) können verbeamtete oder unbefristet tarifvertraglich beschäftige Lehrkräfte im inländischen Schuldienst entsandt werden, die beurlaubt werden. 
  • Als Bundesprogrammlehrkraft (BPLK) werden vorrangig Lehrkräfte gesucht, die dem Landesschuldienst angehören, jedoch keine Verbeamtung oder unbefristetes Vertragsverhältnis haben.  
  • Als Landesprogrammlehrkraft (LPLK) können sich Lehrkräfte bewerben, die verbeamtet oder unbefristet tarifvertraglich beschäftigt sind und eine Beurlaubung erhalten, sodass die Fortzahlung der Dienstbezüge weiter fortbesteht. Das Bewerbungsverfahren wird über die zuständige Landesbehörde durchgeführt. 
  • Als Ortslehrkraft (OLK) kann man sich direkt bei einer Auslandsschule bewerben. Ortslehrkräfte werden nicht durch das ZfA vermittelt. Als Ortslehrkräfte können sich Lehrkräfte mit einer deutschen Lehrbefähigung bewerben. 

Für die Bewerbung als Schulleitung wird vorausgesetzt, dass man sich im In- oder Auslandsschuldienst bewährt hat und bereits eine herausgehobene schulische Funktion wahrgenommen hat. Des Weiteren muss man mindestens drei Jahre im Inlandsschuldienst vorweisen können.

Weitere Informationen zu den Auswahl- und Bewerbungsverfahren erhalten Sie an der Zentralstelle für Auslandsschulwesen.

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Kompetenzen

Neben einer sehr guten kulturellen Kompetenz sind vor allem Flexibilität, Kommunikationskompetenzen und die Bereitschaft, sich in neue Bildungspläne einzuarbeiten sehr wichtig. Von zentraler Bedeutung ist auch die Offenheit eine neue Sprache zu lernen und mit unterschiedlichen kulturellen Rahmenbedingungen sich zurechtzufinden. Als Lehrkraft im Auslandsschuldienst ist man ein*e Visionär*in, die*der über den Tellerrand schauen kann und eine klare Vorstellung von gute Schule und Unterricht hat, der modernen Anforderungen entspricht. Für die Bewerbung als Schulleitung im Auslandsdienst bedarf es überdies an Management- und Führungskompetenzen.

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Anforderungen

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